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G-Punkt: wo er liegt, wie er funktioniert und was die Forschung sagt

EF

EscortFox-Redaktion

Aktualisiert am 11. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Auf einen Blick

Der G-Punkt wird an der vorderen Scheidenwand beschrieben, etwa 3–5 cm vom Eingang, Richtung Bauchdecke.

Als eigenständiges Organ hat ihn die Forschung nie bestätigt — die sensible Zone gehört wohl zu den inneren Klitorisschenkeln und Nachbarstrukturen.

Mit der Zone hängen die Skene-Drüsen („weibliche Prostata“) und die sogenannte weibliche Ejakulation zusammen.

Praktisch zählen Erregung, Druck (statt Reibung) und Kommunikation — nicht Koordinaten.

Kaum ein anatomischer Begriff hat so viele Mythen angesammelt wie der G-Punkt. Die einen beschreiben ihn als Schalter, die anderen erklären ihn für nicht existent — die Wahrheit ist interessanter als beide Abkürzungen. Wo die Zone beschrieben wird, was die Forschung wirklich weiß und was daraus praktisch folgt.

Wo der G-Punkt liegt (und wie man ihn findet)

Der G-Punkt (nach dem Gynäkologen Ernst Gräfenberg) wird an der vorderen Scheidenwand beschrieben, etwa 3–5 Zentimeter vom Eingang — Richtung Bauchdecke, in Rückenlage also „nach oben“. Bei Erregung schwillt das Gewebe an und die Zone wird besser unterscheidbar; beschrieben wird sie als leicht geriffelt. Die Suche im „Kaltstart“ funktioniert nicht — die Empfindlichkeit wacht mit der Erregung auf, nicht davor.

Was die Forschung sagt

Anatomische Studien haben ein eigenständiges Organ „G-Punkt“ nie verlässlich gefunden. Die heutige Erklärung ist nüchterner: Die vordere Scheidenwand grenzt an die inneren Schenkel der Klitoris, die Harnröhre und die Skene-Drüsen — was als G-Punkt beschrieben wird, ist wohl die Stelle, an der diese sensiblen Strukturen zusammentreffen. Praktisch ändert das nichts: Die Zone kann sehr empfindsam sein — nur eben nicht bei jeder Frau gleich.

Skene-Drüsen und weibliche Ejakulation

Die Skene-Drüsen — kleine Drüsen an der Harnröhrenmündung, „weibliche Prostata“ genannt — produzieren ein Sekret, das sich bei intensiver Stimulation der vorderen Wand entleeren kann: die sogenannte weibliche Ejakulation. Größere Flüssigkeitsmengen („Squirting“) stammen nach heutigem Stand überwiegend aus der Harnblase. Beides ist physiologisch; keins ist ein Ziel, das erreicht werden müsste.

In der Praxis: Druck, Geduld, Kommunikation

  • Erst Erregung, dann Suche — die Zone reagiert im erregten Zustand.
  • Druck statt Reibung: Der vorderen Wand tut fester, rhythmischer Druck gut („Komm-her“-Finger, Positionen mit gekipptem Becken).
  • Kommunikation schlägt Technik: „mehr / weniger / woanders“ ist die wirksamste Anleitung, die es gibt.
  • Ohne Erfolgsdruck: Für manche ein Weg zum Orgasmus, für andere ein angenehmes Extra, für einige nichts — alles in Ordnung.

Häufige Fragen

Die Empfindlichkeit der vorderen Scheidenwand ist individuell sehr verschieden — für manche Frauen ist die Stimulation dieser Zone intensiv, für andere neutral bis unangenehm. Beides ist normal; „wir haben ihn nicht gefunden“ ist kein Versagen.

Die Begriffe überschneiden sich, sind aber nicht identisch: Als weibliche Ejakulation gilt das kleine Sekretvolumen der Skene-Drüsen, „Squirting“ bezeichnet größere Flüssigkeitsmengen, die überwiegend aus der Blase stammen. Beides ist physiologisch — und keins von beiden ein Pflichtnachweis für einen Orgasmus.

Nur indirekt: Begriffe wie G-Punkt gehören zur allgemeinen Aufklärung, nicht zum Leistungskatalog. Was ein Profil anbietet, steht im Profil — das Vokabular der Inserate erklärt unser Glossar und der Ratgeber Was ist GFE?
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